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Zum Weltkrebstag: Beratungsstellen der Landeskrebsgesellschaften schließen viele Versorgungslücken

In der Hauptstadt können sich Krebsbetroffene mit ihren Anliegen an die Berliner Krebsgesellschaft e.V. wenden.

Die Aussage „Sie haben Krebs.“ verändert alles. Betroffene beschreiben ihre Reaktion auf den Satz, der alles verändert, häufig mit den Worten: „Ich fühlte mich, als wäre mir der Boden unter den Füßen weggezogen worden.“ Hilflosigkeit, Niedergeschlagenheit und Angst sind meist die Folge. Viele stellen sich die Frage: Wie geht es jetzt eigentlich weiter? Zum Weltkrebstag am 4. Februar weist die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) besonders auf Versorgungslücken hin. In Deutschland unterstützen die Landeskrebsgesellschaften und ihre Krebsberatungsstellen Patient:innen und Angehörige im Falle einer Krebserkrankung, damit viele Lücken geschlossen werden. In der Hauptstadt können sich Krebsbetroffene mit ihren Anliegen an die Berliner Krebsgesellschaft e.V. wenden.

Die durch Diagnose und Krankheit stark belasteten Patient:innen werden in Deutschland medizinisch umfassend und auf hohem Niveau behandelt. Doch krankheitsbezogene Ängste, Veränderungen in den sozialen Beziehungen oder Sorgen um die Entwicklung beruflicher Perspektiven können zusätzliche Belastungen sein. Die psychosoziale Versorgung nach einer Krebsdiagnose ist daher von entscheidender Bedeutung. „Wie gut, dass es so eine Stelle gibt, an die man sich bei spezifischen Fragen wenden kann und die so kompetent weiterhilft.“ Positive Rückmeldungen wie diese erhalten die Mitarbeitenden der Beratungsstellen der 16 Landeskrebsgesellschaften in Deutschland sehr häufig. Deren Krebsberatungsstellen tragen entscheidend dazu bei, Versorgungslücken zu schließen.

Menschen, die die Diagnose Krebs erhalten haben, brauchen mehr als eine gute medizinische Versorgung. Das betrifft auch das Umfeld, denn  nicht nur Erkrankte, sondern auch Angehörige wie Partner:in , Eltern und Kinder sind von den Auswirkungen der Diagnose betroffen. Die Landeskrebsgesellschaften wie die Berliner Krebsgesellschaft e.V. sind wichtige Anlaufstellen für die Ratsuchenden.  „Krebsberatungsstellen kümmern sich umfassend um das Wohl der Betroffenen und sorgen in Krisenzeiten für Halt“, sagt Barbara Kempf, Geschäftsführerin der Berliner Krebsgesellschaft e.V. und Fachärztin für Hämatologie/ Onkologie. „Wichtig ist, dass sich die Beratung an Anliegen und Bedarf orientiert und damit möglichst gut auf die Betroffenen zugeschnitten ist. In Berlin bieten wir  neben der psychosozialen Beratung auch spezialisierte Angebote für Familien und türkeistämmige Menschen an.“ Die Betroffenen wissen das Angebot zu schätzen: „Hier habe ich das Gefühl, angenommen zu werden“, ist eine häufige Reaktion von Betroffenen, die in der Krebsberatungsstelle Hilfe suchen.

Träger vieler Krebsberatungsstellen in Deutschland sind die 16 Landeskrebsgesellschaften, zu denen auch die Berliner Krebsgesellschaft e.V. gehört. Die Landeskrebsgesellschaften initiieren viele Projekte und Angebote, auf die Betroffene während und nach der Therapie zugreifen können. So stehen Gesprächsgruppen, Yoga, Kunsttherapie und eine Fatigue-Sprechstunde auf dem Programm. „Die Landeskrebsgesellschaften überblicken die gesamte onkologische Versorgungslandschaft im jeweiligen Bundesland und erkennen ganz genau, in welchen Bereichen der Versorgung es einen Bedarf gibt“, so Barbara Kempf.

Unter www.berliner-krebsgesellschaft.de/krebsberatung/ finden Betroffene das Beratungsangebot der Berliner Krebsgesellschaft e.V.

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