Hautkrebs-Prävention
Die ultraviolette Strahlung der Sonne (UV-Strahlung) ist der wichtigste äußere Risikofaktor für Hautkrebs. Viele Menschen unterschätzen sie und halten sogar einen Sonnenbrand für harmlos. Dabei ist dieser ein Warnzeichen dafür, dass Hautzellen geschädigt wurden.
Solche Schäden „merkt“ sich die Haut. Summieren sie sich über Jahre, kann das Risiko für Hautkrebs steigen. Besonders empfindlich ist die Haut in Kindheit und Jugend. Sonnenbrände in dieser Zeit erhöhen nachweislich das spätere Erkrankungsrisiko.
Sonnenlicht hat jedoch auch positive Effekte, etwa für die Bildung von Vitamin D im menschlichen Körper. Entscheidend ist daher ein bewusster Umgang mit der Sonne: Wer sein Risiko senken möchte, schützt die Haut durch Schatten, geeignete Kleidung und Sonnencreme und achtet auf Veränderungen. Dazu zählen zum Beispiel neue oder sich wandelnde Muttermale. Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten für die Hautkrebsfrüherkennung in der Arztpraxis.
Die Berliner Krebsgesellschaft e.V. engagiert sich mit zwei Projekten:

Anja Drobek
Prävention
030 27 00 07-102
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Gemeinsam mit der Krankenkasse BARMER bringen wir das Hautkrebspräventionsprojekt „simply U“ an Berliner Schulen. Dabei fest im Blick: Lehrende und ihre Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 16 Jahren. Zusammen bearbeiten wir die Themen UV-Strahlung und Hautkrebsprävention im Unterricht. Unser Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und die Motivation zu steigern, junge Haut zu schützen. Das soll dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit einer Hautkrebserkrankung im Erwachsenenalter zu reduzieren.
Projektpartnerin von „simply U“ ist die BARMER.


Mit dem Hautkrebs-Präventionsprojekt „SunPass – Gesunder Sonnenspaß für Kinder“ engagieren wir uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne in Berliner Kindertagesstätten.
Mit SunPass erreichen wir, dass:
- Erzieher:innen, Eltern und Kinder zusätzliches Wissen und Kompetenzen erwerben, um sich effektiv vor UV-Strahlung zu schützen
- die Außenbereiche der Kitas besser vor UV-Strahlung geschützt werden
- die UV-Exposition der Kinder reduziert wird
In einem eigenen Projekt-Modul basteln wir vor Ort in den Kitas mit den Vorschulkindern Sonnenhüte und besprechen in diesem Rahmen auf spielerische Art das Thema Sonnenschutz.
Je früher Sonnenschutzmaßnahmen gelernt werden, desto stärker kann das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, reduziert werden.
Maßnahmen zum Schutz der Haut

1. Schützen Sie sich.
more_vert1. Schützen Sie sich.
closeSonnenschutz geht uns alle an, denn einen Sonnenbrand kann man jederzeit bekommen. Durch UV-Licht wiederholt geschädigte Hautzellen können entarten und sich zu Hautkrebs entwickeln. Achten Sie deshalb darauf, wie lange Sie sich und ihre Kinder der Sonne aussetzen, und überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Sonnenschutzmaßnahmen.

4. Tragen Sie Kleidung.
more_vert4. Tragen Sie Kleidung.
closeDen besten Schutz bietet langärmelige, trockene und locker sitzende Kleidung. Grundsätzlich gilt: je dichter gewebt, desto besser. Außerdem schützen dunkle und kräftige Farben besser als helle. Auch spezielle UV-Schutzkleidung kann im Handel erworben werden. Außerdem sollten eine Kopfbedeckung, die Ohren, Stirn und Nacken schützt, und eine Sonnenbrille nicht fehlen.

2. Achten Sie auf den UV-Index.
more_vert2. Achten Sie auf den UV-Index.
closeBeachten Sie den UV-Index, wenn Sie sich im Freien aufhalten. Er gilt für alle Hauttypen und ist ein objektives Maß für die Stärke der UV-Strahlen der Sonne. Je höher der UV-Index, desto intensiver und schädlicher ist die Strahlung. Bei Indexwerten ab drei sollten Sie Ihre Haut schützen.

5. Cremen Sie unbedeckte Hautpartien ein.
more_vert5. Cremen Sie unbedeckte Hautpartien ein.
closeVerwenden Sie Sonnencreme, die sowohl vor UV-A-Strahlen als auch vor UV-B-Strahlen schützt. Ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF) steht für hohen Schutz. Je heller die Haut, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sein. Tragen Sie am besten gleich morgens, spätestens aber 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien, reichlich Sonnencreme auf die unbedeckten Körperstellen auf. Dabei gilt: Viel hilft viel! Cremen Sie regelmäßig nach, vor allem nach dem Baden oder wenn Sie geschwitzt haben und beachten Sie, dass sich die Eigenschutzzeit durch wiederholtes Eincremen nicht verlängert.

3. Meiden Sie die Mittagssonne.
more_vert3. Meiden Sie die Mittagssonne.
closeIn der Mittagszeit scheint die Sonne am stärksten. Meiden Sie deshalb die Mittagssonne und halten Sie sich zwischen 11 und 15 Uhr hauptsächlich im Schatten oder in Gebäuden auf. Bedenken Sie dabei, dass Schatten die UV-Belastung lediglich um bis zu 50 Prozent senken kann, aber nicht aufhebt. Durch Spiegelungen von Wasser oder hellem Sand kann die Exposition wieder auf bis zu 70% ansteigen.

6. Kinderhaut braucht mehr Schutz.
more_vert6. Kinderhaut braucht mehr Schutz.
closeWeil bei Kindern die natürlichen Schutzmechanismen der Haut noch nicht vollständig ausgebildet sind, reagieren kindliche Hautzellen wesentlich empfindlicher auf das schädigende UV-Licht als Erwachsenenhaut. Ca. 80 Prozent aller Hautschäden durch Licht werden im Kindesalter verursacht. Deshalb sind entsprechende Kleidung, der Sonnenhut und Cremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mind. 30, besser 50) bei Kindern besonders wichtig. Außerdem sollten sich Kinder wie Erwachsene zwischen 11 und 15 Uhr bestenfalls im Schatten oder in Gebäuden aufhalten, Babys und Kleinkinder unter 2 Jahren sollten der direkten Sommersonne gar nicht ausgesetzt werden.