menu

Promotionsstipendium

Mit dem Promotionsstipendium fördert die Berliner Krebsgesellschaft Medizinstudenten, die auf dem Gebiet der Krebsmedizin forschen wollen und ein überzeugendes Promotionsthema ausgearbeitet haben.

Laufzeit und Dotierung des Stipendiums

Der maximale Förderzeitraum umfasst ein Semester einschließlich der Semesterferien vor und nach dem gewählten Semester (also max. 9 Monate). Die monatliche Förderhöhe beträgt 750 Euro und wird unabhängig vom Familienstand gewährt. Ein Büchergeld wird nicht gezahlt. Die Bewirtschaftung des Stipendiums erfolgt über die Drittmittelverwaltung der jeweiligen Forschungseinrichtung. Das Stipendium begründet kein Arbeitsverhältnis.

Voraussetzungen und Vergabekriterien

Der Vorstand entscheidet auch über die Vergabe des Stipendiums. Um eine Förderung zu erhalten, muss der Antragsteller/die Antragstellerin an einer Hochschule des Landes Berlin immatrikuliert sein und ein Freisemester beantragen. Außerdem muss eine sehr gute oder gute Examennote vorliegen.

Der Antrag besteht aus einem formlosen Anschreiben und dem ausgefüllten Antragsformular. Darüber hinaus müssen folgende Nachweise beigefügt werden:

  • Antragsformular
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Zeugnisse (beglaubigte Kopien)
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens 
  • Stellungnahme des Betreuers zur Qualität des Vorhabens
  • Bestätigung des Betreuers über die Durchführbarkeit der Promotion im angegebenen Zeitrahmen

Verpflichtungen

Bei bewilligten Promotionsstipendien ist die Berliner Krebsgesellschaft über den Fortgang und den Verlauf des Projektes auf dem Laufenden zu halten. Nach Beendigung der Förderung sind ein Abschlussbericht und die Promotionsschrift im PDF-Format vorzulegen.

Entstehen im Zusammenhang mit dem geförderten Projekt Publikationen, so ist die Berliner Krebsgesellschaft als Förderer zu nennen. Nach Veröffentlichung muss der Berliner Krebsgesellschaft ein Exemplar der Publikation überlassen werden.

Constanze Schwarz, Promotionsstipendiatin

Constanze Schwarz (24) studiert an der Charité Humanmedizin und arbeitet seit Februar 2018 in der Arbeitsgruppe von Privatdozent Olaf Penack und an ihrer Dissertation im Bereich der Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie. Hierfür beschäftigt sie sich mit den Mechanismen der Angiogenese bei der Spender-gegen-Empfänger-Reaktion (englisch Graft-versus-Host-Disease, GvHD)

Worum Soll es gehen?

Für eine Vielzahl maligner hämatologischer Erkrankungen ist die allogene Stammzelltransplantation die einzige zur Verfügung stehende kurative Behandlungsmöglichkeit. Kommt sie zur Anwendung, ist ein positiver Ausgang jedoch nicht garantiert – viele Patienten sterben in den ersten beiden Jahren nach der Transplantation an einer Graft-versus-Host-Disease. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine fortschreitende entzündliche Erkrankung, die mit vermehrter Angiogenese assoziiert ist. Aufbauend auf der Hypothese, dass das Leucine-rich alpha-2-glycoprotein (Lrg) 1 für die Regulation der pathologischen GVHD-assoziierten Angiogenese nötig ist, nicht aber für die physiologische Angiogenese und die Regeneration von Endothelschäden nach allogener Stammzelltransplantation, untersucht Constanze Schwarz genetisch modifizierte Endothelzellen und testet die Auswirkungen von Lrg1 auf die Funktionalität dieser Zellen.

Mit den von ihr durchgeführten in vitro Studien möchte sie das Wissen über Lrg1 vertiefen und einen neuen Ansatz für die Entwicklung neuer Therapieziele bieten. Dies betrifft sowohl entzündliche Erkrankungen als auch die tumorassoziierte pathologische Angiogenese.

Titel: Study the effect of Leucine-rich alpha-2-glycoprotein (Lrg) 1 gene deletion on pathologic angiogenesis-related endothelial function in vitro.

Konstantin Helmsauer, Promotionsstipendiat

Konstantin Helmsauer (25) studiert Humanmedizin an der Charité. Seit September 2018 promoviert er in der Arbeitsgruppe von Dr. med. Anton Henssen an der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie/Hämatologie. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Genomik kindlicher Krebserkrankungen.

Worum Soll es gehen?

Das Neuroblastom ist der häufigste Tumor des ersten Lebensjahres. Es ist für etwa 15% der krebsbedingten Sterbefälle bei Kindern verantwortlich. In jedem fünften Neuroblasom können zusätzliche Kopien des MYCN-Gens nachgewiesen werden. Dieser Befund geht mit einer dramatischen Reduktion des 5-Jahres-Überlebens von 82% auf 34% einher. Solche Kopien liegen oft als ringförmige DNA-Fragmente extrachromosomal, also zusätzlich zu den Chromosomen, vor. Kommt es zur Zellteilung, teilen sie sich im Gegensatz zu den Chromosomen zufällig auf die Tochterzellen auf. Diese unterscheiden sich dann bisweilen stark im Repertoire ihrer extrachromosomalen DNA. Schon nach wenigen Zellteilungen entsteht so eine Population von Zellen mit außerordentlich heterogener genetischer Ausstattung.
Ziel der Arbeit ist es, diese Heterogenität bezüglich MYCN im Neuroblastom zu charakterisieren. Außerdem sollen extrachromosomale MYCN Kopien experimentell in Zellen eingebracht und deren Auswirkungen auf die Zelle beobachtet werden. Davon erhoffe ich mir wie auch die Arbeitsgruppe ein besseres Verständnis der Rolle extrachromosomaler DNA im Krebsgeschehen. 

Titel: The Role of MYCN Double Minute Chromosomes in Neuroblastoma Intrtumoral Heterogeneity Förderzeitraum: September 2018 - Mai 2019

Julia Löffelbein
Forschungsförderung
030 - 2 83 24 01
E-Mail schreiben

11
02
2019

Nächster Stichtag

Für Ihre Bewerbung laden Sie bitte das Formular "Antrag" herunter und senden Sie es ausgefüllt und per E-Mail (ein Dokument bis max. 7 MB) an

Prof. Dr. med. Petra Feyer
Vorstandsvorsitzende

Einzureichende Unterlagen:

  • Anschreiben
  • ausgefüllter Antrag
  • Kurzbeschreibung des Forschungsvorhabens
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Zeugnisse (Scan einer begalubigsten Kopien)