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So senken Sie Ihr Krebsrisiko

Krebs ist nicht nur Schicksal. Jeder Einzelne kann etwas tun, um sein Erkrankungsrisiko zu senken. Der Europäische Kodex zur Krebsbekämpfung* listet zwölf Möglichkeiten auf:

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1. Rauchen Sie nicht.

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1. Rauchen Sie nicht.

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Rauchen ist einer der wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Krebs. Von 100 Lungenkrebspatienten sind 90 aktive oder ehemalige Raucher. Da Rauchen nahezu jedes Organ schädigt, löst es aber noch viele weitere Krebserkrankungen aus, etwa Tumore im Mund- und Rachenraum, im Magen oder der Harnblase. Ein Rauchstopp ist darum echte Krebsvorsorge.

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2. Sorgen Sie für eine rauchfreie Umgebung.

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2. Sorgen Sie für eine rauchfreie Umgebung.

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Auch Passivrauchen erhöht das Krebsrisiko. Denn bei der der Verbrennung von Tabak werden Karzinogene in die Luft abgegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) geht davon aus, dass Zigarettenqualm die häufigste Ursache für Lungenkrebs bei Nichtrauchern ist. Untersuchungen zeigen zudem, dass sich das Lungenkrebsrisiko von chronischen "Passivrauchern" verdoppelt. Darum gilt es, Plätze, an denen geraucht wird, zu meiden. Wird zu Hause oder am Arbeitsplatz geraucht, sollten Kompromisse ausgehandelt werden, zum Beispiel, dass nur vor der Tür geraucht werden darf.

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3. Legen Sie Wert auf ein gesundes Körpergewicht.

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3. Legen Sie Wert auf ein gesundes Körpergewicht.

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Übergewicht ist nicht nur schlecht fürs Herz-Kreislauf-System. Die überflüssigen Pfunde erhöhen auch nachweislich das Krebsrisiko – je nach Krebsart in unterschiedlicher Ausprägung. Als Faustregel gilt: Je stärker ausgeprägt die Fettleibigkeit ist, desto höher das Erkrankungsrisiko. Hätten alle Menschen in Deutschland Normalgewicht, ließe sich die Zahl der Krebsneuerkrankung schätzungsweise um fünf Prozent senken.

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4. Bewegen Sie sich täglich.

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4. Bewegen Sie sich täglich.

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Regelmäßiger Sport verringert das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Wissenschaftlich gesichert ist das zum Beispiel für Brustkrebs nach den Wechseljahren sowie für Darmkrebs. Zudem gibt es Hinweise, dass körperliche Aktivität das Rückfallrisiko nach einer Krebserkrankung verringert. Wer sich täglich 30 Minuten bewegt - und das muss nicht im Sportstudio sein - tut auf jeden Fall eine Menge für seine Gesundheit. Bewegung zählt zusammen mit Sport als Herzstück eines gesunden Lebensstils.

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5. Ernähren Sie sich gesund.

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5. Ernähren Sie sich gesund.

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Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte - eine gesunde Ernährung verringert tatsächlich das Krebsrisiko. Umgekehrt gilt, dass alles, was zu fett, zu süß, zu salzreich und industriell weiter verarbeitet ist, vermieden werden sollte. Dazu gehören nicht nur Fast-Food und Wurst aus dem Supermarkt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte kürzlich sogar rotes Fleisch als "wahrscheinlich karzinogen für den Menschen" eingestuft.

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6. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum.

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6. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum.

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Alkohol kann den Körper massiv schaden. Dennoch ist nur wenigen bekannt, dass er auch die Entstehung von Krebserkrankungen begünstigt. Da es nach Ansicht von Wissenschaftlern keine unbedenklichen Mengen gibt, sollte der Alkoholkonsum so weit wie möglich reduziert werden. Wichtig zu wissen: Werden zum Gläschen Wein, Bier oder Schnaps noch Zigaretten geraucht, addieren sich die krebserregenden Effekte der beiden Suchtmittel nicht bloß, sie verstärken sich sogar.

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7. Vermeiden Sie Sonnenbrände.

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7. Vermeiden Sie Sonnenbrände.

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Wenn wir einen Sonnenbrand auf unserer Haut entdecken, ist es schon zu spät: UV-Strahlen haben bereits die Erbsubstanz (DNA) in den Hautzellen geschädigt. Zwar können Reparaturmechanismen der Haut diese Schäden beheben. Manchmal kommt es dabei jedoch zu Mutationen im Erbgut. Da diese Mutationen zu bösartigem Zellwachstum führen können, wird das Hautkrebsrisiko mit jedem Sonnenbrand größer. Sonnenbäder sollten daher nur mit ausreichend Lichtschutzfaktor genossen werden.

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4. Schützen Sie sich vor krebserregenden Stoffen.

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4. Schützen Sie sich vor krebserregenden Stoffen.

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Krebserregende Stoffe finden sich mitunter im Wasser, in der Erde und in der Luft. Und manchmal befinden sie sich auch zu Hause oder am Arbeitsplatz. Ganz kann man sich nie vor diesen meist chemischen Substanzen schützen, aber man sollte aufmerksam bleiben und beispielsweise auf Inhaltsstoffe achten, Anweisungen des Arbeitgebers befolgen oder im Zweifel Gesundheitsbehörden zu Rate ziehen. Auf der Liste der gefährlichen Schadstoffe stehen etwa Asbest, Benzol und Dioxine, aber auch Abgase aus Dieselmotoren.

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9. Prüfen Sie, ob Sie einer erhöhten Radonbelastung ausgesetzt sind und senken Sie diese gegebenenfalls.

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9. Prüfen Sie, ob Sie einer erhöhten Radonbelastung ausgesetzt sind und senken Sie diese gegebenenfalls.

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Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Gas in der Erde. Sind wir ständig einer Radonbelastung ausgesetzt, erhöht sich unser Lungenkrebsrisiko unter Umständen dramatisch. Je nach Urangehalt des Bodens gibt es in einigen Wohnhäusern hohe Radonkonzentrationen. Da das Gas farb- und geruchlos ist, können nur radioaktive Messungen Klarheit schaffen, wie hoch die örtliche Radonbelastung ist.

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10. Stillen Sie wenn möglich Ihr Kind und verzichten Sie auf Hormonersatztherapien.

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10. Stillen Sie wenn möglich Ihr Kind und verzichten Sie auf Hormonersatztherapien.

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Frauen, die ihre Babys über einen längeren Zeitraum stillen, haben ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, als Frauen, die nicht stillen. Warum das so ist, weiß man noch nicht genau. Vermutlich hängt der gesundheitliche Vorteil mit einer Verringerung der lebenslangen Hormonexposition zusammen. A pro pos Hormone: Hormonersatztherapien zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden erhöhen das Risiko für Brust-, Eierstock- und Gebärmutterschleimhautkrebs. Darum sollte die Substitution weiblicher Hormone möglichst kurz und mit der geringstmöglichen Dosis erfolgen. Noch besser ist ein kompletter Verzicht.

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11. Lassen Sie Ihr Kind gegen Hepatitis B und Humane Papillomviren (HPV) impfen.

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11. Lassen Sie Ihr Kind gegen Hepatitis B und Humane Papillomviren (HPV) impfen.

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Fast ein Fünftel aller Krebserkrankungen wird durch Infektionen mit Viren oder Bakterien verursacht. Doch vor einigen Viruserkrankungen kann man sich mit einer Impfung schützen. Die Impfung gegen Hepatitis-B-Viren (HBV) war die erste echte Impfung gegen Krebs, weil sie vor einer chronischen Leberentzündung und damit vor Leberkrebs schützt. Eine weitere echte Impfung gegen Krebs ist die 2006 eingeführte HPV-Impfung. Bestimmte Humane Papillomviren (HPV) lösen nicht nur Gebärmutterhalskrebs, sondern auch Tumore im Kopf-Halsbereich, im Analbereich und an den Genitalien aus. Die HPV-Impfung wird in Deutschland zwar derzeit nur für Mädchen ab neun Jahren offiziell empfohlen, jedoch können sich auch Jungen impfen lassen und so ihr Krebsrisiko senken.

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12. Nehmen Sie an Krebsfrüherkennungs- und Screeningprogrammen teil.

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12. Nehmen Sie an Krebsfrüherkennungs- und Screeningprogrammen teil.

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Wird Krebs früh erkannt, ist er in vielen Fällen noch heilbar. Darum ist die Teilnahme an den bestehenden Screening-Programmen so wichtig. Derzeit werden in Deutschland Früherkennungsuntersuchungen zu Darmkrebs, Hautkrebs, Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Prostatakrebs angeboten. Der Nutzen dieser Untersuchungen ist hinreichend belegt. Da bei den Screenings auf Gebärmutterhals- und Darmkrebs auch Krebsvorstufen entdeckt werden können, kann die Entstehung von Krebs sogar in vielen Fällen verhindert werden.