Ernst von Leyden-Stipendium

Als die Berliner Krebsgesellschaft das Ernst von Leyden-Stipendium vor zwanzig Jahren ins Leben rief, stand die Idee, die internationale Vernetzung in der Onkologie zu fördern, im Vordergrund. Bis heute ermöglicht das Stipendium jungen Wissenschaftler:innen aus dem Ausland in Berlin im Bereich der Krebsmedizin zu forschen. Viele Bewerber:innen haben bereits einen "Fuß in der Tür" und brauchen die Förderung, um ihre Arbeit fortsetzen zu können. Anderen wiederum eröffnet das Stipendium einen Forschungsaufenthalt an einer der vielen Wissenschaftseinrichtungen in Berlin und verhilft ihnen so zu einer wissenschaftlichen Karriere. So oder so - am Ende profitieren die Stipendiat:innen, der Forschungsstandort Berlin und die Krebsforschung von dem Austausch von neuem Wissen und Ideen.

Richtlinien zur Vergabe des Ernst von Leyden-Stipendiums

Der Etat dieses Programms wird jährlich vom Vorstand der Berliner Krebsgesellschaft festgelegt. Dieser entscheidet auch über die Vergabe des Ernst von Leyden-Stipendiums.

Voraussetzungen

Die Bewerber:innen dürfen das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Außerdem müssen sie ein medizinisches oder naturwissenschaftliches Studium abgeschlossen haben und ein Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Onkologie anstreben.

Laufzeit und Dotierung

In der Regel übernimmt die Berliner Krebsgesellschaft die Förderung für zwölf Monate (Mindestlaufzeit sechs Monate). Bei positiver Begutachtung kann die Förderung um maximal zwölf weitere Monate verlängert werden. Der monatliche Förderbetrag beträgt 1.000 Euro. Das Stipendium wird über die Drittmittelverwaltung der jeweiligen Forschungseinrichtung bewirtschaftet und begründet kein Arbeitsverhältnis.

Verpflichtungen

Bei bewilligten Forschungsstipendien ist die Berliner Krebsgesellschaft über den Fortgang und den Verlauf des Projektes auf dem Laufenden zu halten. Nach der Hälfte der Projektlaufzeit ist ein Zwischenbericht vorzulegen und nach Beendigung der Förderung ein Abschlussbericht.

Entstehen im Zusammenhang mit dem geförderten Projekt Publikationen, so ist die Berliner Krebsgesellschaft als Förderer zu nennen. Nach Veröffentlichung muss der Berliner Krebsgesellschaft ein Exemplar der Publikation überlassen werden.

Unsere Stipendiat:innen stellen sich vor

Malti Dumbani (Indien), Ernst von Leyden-Stipendiatin

Malti Dumbani (30) studierte an der Universität von Mumbai Pharmazie. Ihr Studium schloss sie mit einem Masterabschluss in Pharmazeutischer Forschung an der Freien Universität Berlin ab. In Folge wurde sie von der Berlin School of Integrative Oncology (BSIO) für ihr Promotionsstudium ausgewählt. Sie arbeitet als Doktorandin in der Forschungsgruppe Translationale Onkologie solider Tumore von Prof. Ulrike Stein am Experimental and Clinical Research Center (ECRC) der Charité und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin. 

Die Metastasierung stellt nach wie vor eine große Herausforderung für die erfolgreiche Behandlung von Krebs dar. Das zeigt sich besonders beim kolorektalen Karzinom (CRC), der Ursache der zweithöchsten Sterblichkeitsrate aller Krebsarten weltweit. Deshalb werden prognostische Biomarker, die Darmkrebspatienten mit einem hohen Metastasierungsrisiko identifizieren können, intensiv gesucht. MACC1 (Metastasis associated in colon cancer 1) ist ein solcher metastasierender Biomarker.
Im Mittelpunkt des Dissertationsprojektes von Malti Dumbani steht die Untersuchung  der strukturellen Eigenschaften und des Signalkomplexes des Biomarkers MACC1, die für die Metastasenbildung wesentlich sind. 

Die aus diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen die translationale Grundlage für die Entwicklung von Therapien gegen das Metastasen-induzierende Onkogen MACC1 schaffen.


Titel: Understanding the MACC1 signaling complex and its function in cancer metastasis
Förderzeitraum: Januar 2022 – Juni 2023 (Verlängerung)


Nguyen Thuy Linh (Vietnam), Ernst von Leyden-Stipendiatin

Nguyen Thuy Linh (30) studierte an der Nationalen Universität Vietnam in Ho-Chi-Minh-Stadt Biotechnologie. Ihr Studium schloss sie mit einem Masterabschluss in Biomedizin von der Universität Tsukuba in  Japan ab.

Seit 2017 forscht Nguyen Thuy Linh in der Arbeitsgruppe "Zelldifferenzierung und Tumorgenese" bei  Prof. Achim Leutz am Max-Delbrück-Center für Molekulare Medizin und führt unter seiner Betreuung eine experimentelle Doktorarbeit durch. Nguyen Thuy Linh arbeitet an molekularen Funktionen der Genregulatoren CCAAT/Enhancer Binding Proteine alpha und beta, die als maßgebliche Pionier-Transkriptionsfaktoren die hämatopoietische Zelldifferenzierung steuern und als dysregulierte oder mutierte Versionen in unterschiedlichen Leukämietypen auftreten.

Titel: Structural variation of CCAAT/enhancer binding protein alpha (C/EBPα) in Transdifferentiation and Leukemogenesis
Förderzeitraum: November 2020 – November 2021

Hinweis

Wir aktualisieren unser Antragsformular.
Dieses steht Ihnen in Bälde wieder zur Verfügung. Bis dahin bitten wir von Anträgen abzusehen.
Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail

close

NEWSLETTER BESTELLEN!