Ernst von Leyden-Stipendium

Die Berliner Krebsgesellschaft rief das Ernst von Leyden-Stipendium vor über zwanzig Jahren ins Leben, um die internationale Vernetzung in der Onkologie zu fördern. Die Berliner Krebsgesellschaft hat so mit dem Ernst von Leyden-Stipendium jungen internationalen Wissenschaftler:innen einen Forschungsaufenthalt an einer der vielen Wissenschaftseinrichtungen in Berlin ermöglicht und am Forschungsstandort Berlin den Austausch von neuem Wissen und Ideen gefördert. 2022 wurde das Stipendium zum letzten Mal vergeben.

Unsere Stipendiat:innen stellen sich vor

Natalia Estrada (Spanien), Ernst von Leyden-Stipendiatin

Natalia Estrada (31) schloss Ihr Studium an der Autonomen Universität von Barcelona mit einem Master in Translationaler Medizin ab. Der Schwerpunkt Ihrer Doktorarbeit am Josep Carreras Leukaemia Research Institute lag auf der Identifizierung neuer Biomarker zur Vorhersage von Therapieresistenz und Rückfällen nach Absetzen der Therapie bei Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie.

Natalia Estrada arbeitet als Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe Hämatologie, Onkologie und Krebsimmunologie von Prof. Frederik Damm am Molekularen Krebsforschungszentrum (MKFZ) der Charité - Campus Virchow. Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf die Entschlüsselung der klonalen Evolution und Diversifikation bei sekundären und therapiebedingten akuten myeloischen Leukämien (s/t AML) durch Einzelzell-DNA-Sequenzierung.

Studien zur Erstellung von Molekularprofilen zeigen, dass es sich bei s/t-AML um genetisch heterogene Krankheiten mit erheblicher Heterogenität innerhalb des Tumors handelt.
Mit ihrem Forschungsprojekt will Frau Dr. Estrada durch eine bessere Kenntnis der molekularen Landschaft der s/t AML das Ansprechen auf die Behandlung und die Entwicklung neuer molekularer therapeutischer Ziele verbessern.

Titel: Dissection of clonal evolution and diversification in secondary acute myeloid leukemias
Förderzeitraum: Oktober 2022 – September 2023


Malti Dumbani (Indien), Ernst von Leyden-Stipendiatin

Malti Dumbani (30) studierte an der Universität von Mumbai Pharmazie. Ihr Studium schloss sie mit einem Masterabschluss in Pharmazeutischer Forschung an der Freien Universität Berlin ab. In Folge wurde sie von der Berlin School of Integrative Oncology (BSIO) für ihr Promotionsstudium ausgewählt. Sie arbeitet als Doktorandin in der Forschungsgruppe Translationale Onkologie solider Tumore von Prof. Ulrike Stein am Experimental and Clinical Research Center (ECRC) der Charité und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin. 

Die Metastasierung stellt nach wie vor eine große Herausforderung für die erfolgreiche Behandlung von Krebs dar. Das zeigt sich besonders beim kolorektalen Karzinom (CRC), der Ursache der zweithöchsten Sterblichkeitsrate aller Krebsarten weltweit. Deshalb werden prognostische Biomarker, die Darmkrebspatienten mit einem hohen Metastasierungsrisiko identifizieren können, intensiv gesucht. MACC1 (Metastasis associated in colon cancer 1) ist ein solcher metastasierender Biomarker.
Im Mittelpunkt des Dissertationsprojektes von Malti Dumbani steht die Untersuchung  der strukturellen Eigenschaften und des Signalkomplexes des Biomarkers MACC1, die für die Metastasenbildung wesentlich sind. 

Die aus diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen die translationale Grundlage für die Entwicklung von Therapien gegen das Metastasen-induzierende Onkogen MACC1 schaffen.


Titel: Understanding the MACC1 signaling complex and its function in cancer metastasis
Förderzeitraum: Januar 2022 – Juni 2023 (Verlängerung)


close

NEWSLETTER BESTELLEN!