Impfprävention bei Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)

Die HPV-Impfung (Impfung mit humanen Papillomaviren) wird in Deutschland seit 2007 von der STIKO (Ständigen Impfkommission) empfohlen. Die STIKO befürwortet seit August 2014 die Einführung einer generellen Impfung für alle Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Humane Papillomaviren werden beim Geschlechtsverkehr übertragen, daher sollten junge Mädchen idealerweise schon vor dem ersten sexuellen Kontakt geimpft werden.

Wie Studien zeigen, ist die HPV-Impfung sicher und bietet einen zuverlässigen Schutz gegen Infektionen mit den HPV Hochrisiko-Typen 16 und 18. Diese beiden Subtypen werden weltweit für etwa 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebse verantwortlich gemacht. 

Die Impfstoffe wirken nur vorbeugend und nicht therapeutisch. Dennoch profitieren auch Frauen von einer Impfung, die bereits infiziert sind und eine Krebsvorstufe entwickelt haben. Nach einer Entfernung des befallenen Gewebes (Konisation) reduziert die Impfung das Auftreten einer Neuerkrankung.

Deutschland liegt bei den Impfquoten im Vergleich mit anderen Ländern im hinteren Drittel. Während hierzulande nur 30 Prozent der Mädchen geimpft sind, sind es zum Beispiel in Australien über 80 Prozent. Dort sind bereits drei Jahre nach Einführung der Impfung die Genitalwarzen und behandlungsbedürftigen Krebsvorstufen bei den unter 18-jährigen Mädchen deutlich zurückgegangen.

Neu: Seit Februar 2015 können Mädchen bereits ab dem neunten Geburtstag geimpft werden. Bisher sah der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen die Vorsorgeimpfung im Alter von 12 bis 17 Jahren vor. Mit der Erweiterung des Impfzeitraums folgen die Kassen der STIKO-Empfehlung.

Informationsflyer zum Download (in deutscher Sprache)

Informationsflyer zum Download (in türkischer Sprache)

HPV-Impfung

Mädchen wird in den Oberarm geimpft

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Ständigen Impfkommission (STIKO).