Gib HPV keine Chance!

Im Mai 2014 haben wir das Projekt "Krebsprävention für Heranwachsende an Berliner Schulen" gestartet. Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler in der Pubertät über die Gefahren, die von Humanen Papillomviren (HPV) ausgehen, aufzuklären und über den Nutzen einer vorbeugenden Impfung zu berichten. Durchgeführt wird das Projekt von der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung (ÄGGF) – inhaltlich und finanziell wird es von der Berliner Krebsgesellschaft unterstützt.

Das Konzept: Gesundheitsaufklärung durch aufsuchende Informationsarbeit

Die Ärztinnen der ÄGGF gehen in die Schulen, beantworten die Fragen der jungen Menschen und geben wichtige Informationen zu den Themen Gesundheit, Sexualität, Fruchbarkeit und Krebsvorbeugung.
Die Klassenlehrer oder Fachlehrer Berliner Schulen melden einfach bei der ÄGGF Bedarf an einer Ärztinnen-Informationsstunde an.

Unter dem Credo "Den eigenen Körper kennen, schätzen und schützen lernen" werden in 90 Minuten folgende Themen besprochen:

  1. Körperliche und seelische Entwicklung in der Pubertät
  2. Sorge um die „Normalität“ (Körperakzeptanz)
  3. Fruchtbarkeit, Zeugung, Schwangerschaft und Geburt
  4. Jugendliche Sexualität
  5. Empfängnisverhütung
  6. Alkohol- und Nikotinkonsum (Folgen in der Schwangerschaft)
  7. Jugendgesundheitsuntersuchungen J1 und J2
  8. Impfungen gegen Röteln, Hepatitis B, Mumps, HPV
  9. Sexuell übertragbare Infektionen z.B. Hepatitis B, Chlamydien, HPV und Aids
  10. Krebsvorbeugung

Punkt 10: Krebsvorbeugung durch Impfen

In lebendigen Diskussionsrunden vermitteln die Ärztinnen auch jede Menge Hintergrundwissen zu Krebs und Krebsprävention im Allgemeinen und zu HPV im Speziellen. Sie erklären etwa, dass Humane Papillomviren eine echte Gefahr sein können, weil sie zu Genitalwarzen, zu Krebsvorstufen und schließlich zu Gebärmutterhalskrebs führen können; dass man sich beim Sex mit den Viren anstecken kann und dass sich nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen gegen HPV impfen lassen können.

Von Mai 2014 bis Oktober 2016 führten die Ärztinnen 1.764 Lehreinheiten durch. Sie erreichten während dieses Zeitraums über 32.046 Schülerinnen und Schüler. Das Projekt wird in 2017 fortgeführt. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte aeggf@aeggf.de

Informationsflyer in Deutsch

Informationsflyer in Türkisch