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Am 8. November ist Welttag Kinder krebskranker Eltern

Am 8. November wird zum zweiten Mal der Welttag Kinder krebskranker Eltern begangen. Ausgerufen hat ihn der Flüsterpost e.V. aus Mainz, der sich seit 2003 bundesweit um die Situation und Lobby von Kindern krebskranker Eltern kümmert. Die Berliner Krebsgesellschaft und ihre Stiftung, die Krebsstiftung Berlin, unterstützen den Tag. „Wir sind froh, dass den Kindern krebskranker Eltern endlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird“, sagt Dr. Kristina Zappel, Geschäftsführerin der Berliner Krebsgesellschaft und der Krebsstiftung Berlin. „Denn viele Kinder und Jugendliche sind stark verunsichert und brauchen professionelle Hilfe, aber die sieht die Regelversorgung bedauerlicherweise nicht vor.“

In Berlin ist die Berliner Krebsgesellschaft und ihrer Stiftung seit vier Jahren die zentrale Anlaufstelle, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. In der Geschäftsstelle in Berlin-Mitte können Kinder und Jugendliche bis zu 21 Jahren und ihre Eltern kostenfreie psychologische Hilfe erhalten. Bei Bedarf machen die Psychologinnen auch Hausbesuche und unterstützen bei der Trauerbewältigung, wenn ein Elternteil verstorben ist.

Ergänzend zu den „Hilfen für Kinder krebskranker Eltern“ bietet die Krebsstiftung Berlin seit dem vergangenen Jahr eine „Familienzeit“ an. Das Projekt ermöglicht Familien, die sich nur das Nötigste leisten können, eine Auszeit von der Krankheit zu nehmen. Das kann eine gemeinsame Kurzreise an die Ostsee sein, ein Besuch in einem Vergnügungspark oder ein Ausflug zu Verwandten. „Was immer sich die Kinder und ihre Eltern wünschen, die Familienzeit ist dazu da, Abstand von der Krankheit zu gewinnen und gemeinsam neue Kraft zu tanken“, erläutert die Psychoonkologin und Familientherapeutin Ulrike Rheinfurth.

Die meisten Familien nutzen das Angebot, wenn die Therapiephase abgeschlossen und wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt ist. Andere sehnen sich gerade während der Chemotherapie nach Erholung und nehmen dann ihre „Familienzeit.“ Die vielen Dankespostkarten, Anrufe, E-Mails und persönliche Gespräche zeigen, dass das Angebot so oder so seinen Zweck erfüllt: Betroffene berichten, wie wertvoll diese gemeinsame Zeit für sie als Familie gewesen sei und wie gut es tat, wieder mal Lachen zu können. „Wir sehen, dass so eine Auszeit glücklich macht, weil sie allen Beteiligten hilft, die raumgreifende Krankheit für eine Weile zu vergessen“, sagt Psychologin Rheinfurth. „Da werden wieder Gespräche möglich, an die im Alltag nicht zu denken ist.“

Anders als die psychologische Beratung ist die „Familienzeit“ Familien mit niedrigem Einkommen vorbehalten und muss beantragt werden. Ein Antrag kann direkt bei der Berliner Krebsgesellschaft gestellt werden. Die Bewilligung ist an ein persönliches Gespräch und eine Prüfung der Einkommenssituation geknüpft, erfolgt aber unbürokratisch.

„Ich denke es ist wichtig, zum Welttag Kinder krebskranker Eltern darauf hinzuweisen, dass alle unsere Angebote rein spendenfinanziert sind und wir auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen sind“, betont Geschäftsführerin Dr. Zappel.

Wer Kindern krebskranker Eltern in Berlin helfen möchte, kann dies direkt online spenden.

Über die Berliner Krebsgesellschaft

Die Berliner Krebsgesellschaft ist für krebsbetroffene Menschen der Ansprechpartner vor Ort. Kostenfreie persönliche Beratung, direkte Hilfe und weitreichende Unterstützung von Patienten und Angehörigen sind die Kernaufgaben der gemeinnützigen Organisation. Weitere wichtige Aufgaben sind Aufklärung und Information der Berliner Bevölkerung sowie Förderung der Krebsforschung und der ärztlichen Weiterbildung. Der gemeinnützige Verein ist seit über 50 Jahren für das Wohl krebskranker Menschen in Berlin tätig und finanziert sich ausschließlich über Erbschaften und Spenden. Ziel der Berliner Krebsgesellschaft ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und ihre Heilungschancen zu erhöhen.

Über die Krebsstiftung Berlin – Stiftung der Berliner Krebsgesellschaft

Die Krebsstiftung Berlin wurde auf Initiative der Berliner Krebsgesellschaft e.V. im Dezember 2012 gegründet, um die gemeinsamen Aufgaben langfristig zu sichern. Die Stiftung bietet Mitbürgern und Unternehmen die Möglichkeit, über Zustiftungen nachhaltig zu helfen.

Pressekontakt

Berliner Krebsgesellschaft e.V.

Maren Müller

Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin

Tel.: 030 - 280 41 955

Fax: 030 - 282 41 36

E-Mail: presse@berliner-krebsgesellschaft.de

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