menu

Wenn Mama oder Papa Krebs haben

Die Krebserkrankung von Eltern stellt auch für die Kinder eine außerordentliche Belastung dar. Weil der bislang größte Halt in ihrem Leben auf einmal wegzubrechen scheint, macht sich bei vielen Kindern und Jugendlichen eine große Verunsicherung breit. Ihr Leidensdruck wird jedoch oft unterschätzt oder nicht ausreichend berücksichtigt. Die meisten wollen in dieser Situation ihre Eltern nicht belasten und versuchen, mit ihren Ängsten und Sorgen allein fertig zu werden. Manche Kinder reifen daran - andere überfordern sich damit und brauchen professionelle Unterstützung.

An diesem Punkt kommt das Beratungsangebot „Hilfen für Kinder krebskranker Eltern“ der Berliner Krebsgesellschaft ins Spiel. Unsere speziell ausgebildeten Psychologen begleiten betroffene Kinder und Jugendliche psychologisch und in allen Phasen der elterlichen Erkrankung. Daneben können auch nahestehende Personen wie Eltern, Großeltern, Lehrer oder Freunde in das Beratungsangebot eingebunden werden. Im Mittelpunkt stehen aber immer die Kinder und Jugendlichen mit ihren Sorgen und Nöten.

Die Berliner Krebsgesellschaft hat das Projekt im Jahr 2012 von der Charité übernommen und seitdem Hunderten Familien wertvolle Hilfe anbieten können.

Kindzentriertes Angebot

Mit unserem kindzentrierten Angebot wollen wir die gesamt Familie ermutigen, offen über die Krankheit zu sprechen, Kinder dabei unterstützen, Fragen zu klären und Gefühle auszudrücken,
Eltern darin bestärken, sich im Umgang mit ihren Kindern sicher zu fühlen.

Das Setting

Die Beratungsgespräche finden üblicherweise in den geschützten Räumen unserer Geschäftsstelle in Berlin-Mitte statt. Bei Bedarf kommen unsere Psychologinnen aber auch nach Hause oder ins Krankenhaus. Dabei richtet sich die Anzahl der Gespräche nach dem individuellen Bedarf, ein Limit gibt es nicht.

Besonders wichtig ist für viele Betroffene, dass sie auch nach dem Tod des erkrankten Elternteils die Hilfe der Psychologinnen in Anspruch nehmen können, deshalb reicht das Begleitungsangebot auch über den Tod hinaus.

Familienzeit

Das Projekt "Familienzeit" richtet sich an einkommensschwache Familien, in denen ein Elternteil oder ein Kind an Krebs erkrankt ist. Ziel des Projektes ist es, den Familien durch finanzielle Unterstützung positive Erlebnisse zu ermöglichen, die helfen, auch einmal Abstand zum Alltag mit einer Krebserkrankung zu finden. Das kann ein Ausflug in den Zoo oder eine Reise an die Nordsee sein. Wichtig ist, dass es den Familien gut tut und sie für eine Weile die Krankheit vergessen können.
Der Antrag auf Familienzeit kann direkt bei der Berliner-Krebsgesellschaft e.V. gestellt werden.


Manon Recknagel
Diplom-Psychologin
Familienberatung
E-Mail schreiben


Kerstin Franzen
Diplom-Psychologin
Familienberatung
E-Mail schreiben


Ulrike Rheinfurth
Diplom-Psychologin
Familienberatung
E-Mail schreiben